Verband Bauen in Weiß

Für Architekten und Bauingenieure ist Bauen in Weiß ein feststehender Begriff geworden, wenn es um Kalksandstein und Porenbeton geht. Die Wortwahl bei der Zusammenfassung dieser Baustoffe in einer Gruppe geht auf die allen gemeinsame helle Farbe zurück und dient als Unterscheidungsmerkmal zum „roten Bauen“, also der Verwendung von Mauerziegeln aus gebranntem Ton. Aber es ist weit mehr als die Farbe, die die weißen Baustoffe zu einer in sich geschlossenen Bauphilosophie werden lässt: Allen gemeinsam ist eine hohe Schall- und Wärmedämmung. Mit ihnen lassen sich bereits heute sämtliche Anforderungen künftiger Energieeinsparverordnungen erfüllen.

Beim Bauen in Weiß können Architekten und Bauingenieure durch entsprechende Wahl des Baustoffs, Bauteile je nach Planungs- und Einsatzsituation hinsichtlich Tragfähigkeit, Brand- und Schallschutz optimieren, ohne das stofflich-chemische Grundsystem der weißen Baustoffe zu verlassen. Dadurch entstehen homogene Gebäudekonstruktionen, die bauphysikalisch sehr ähnlich reagieren, was Spannungen innerhalb des Bauwerks vermeiden hilft.