Baustoffeigenschaften

Porenbeton ist ein massiver, homogener Vollstein. Er bietet durch seine Materialstruktur zahlreiche Vorteile:

Hohe Tragfähigkeit

Bei vergleichsweise niedriger Rohdichte (zwischen 0,25 und 0,80 kg/dm³) und geringem Gewicht verfügt Porenbeton über eine hohe Druckfestigkeit (zwischen 2,5 und 10,0 N/mm³) mit entsprechender Tragfähigkeit und wird daher auch mit tragender Funktion für die Konstruktion mehrgeschossiger Gebäude eingesetzt. Obwohl ein normaler Porenbetonstein nur bis zu 25 kg wiegt, kann er doch im Mauerwerk mit bis zu 12,5 Tonnen belastet werden: Zum einen bewirkt die homogene Materialstruktur eine vollflächige Kraftübertragung, während die Verarbeitung im Dünnbettmörtelverfahren durch geringe Fugendicken von nur 1 bis 2 mm Dicke ebenfalls die Druckfestigkeit steigert.

Wärmedämmung

Millionen kleinster Luftporen sorgen für ausgezeichnete Wärmedämmeigenschaften und sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit. Je nach Konstruktion wird mit Porenbeton-Mauerwerk ohne weitere Zusatzdämmung die Vorgaben der aktuell gültigen Energieeinsparverordnung erfüllt. Da die Wärmedämmung bei Porenbeton in alle Richtungen gleich groß ist, bieten Steine aus Porenbeton immer den gleichen Wärmeschutz und verhindern so Wärmebrücken.

Mittlerweile sind im Markt Plansteine der Steinfestigkeitsklasse 2 in Kombination mit einem Lambdawert von λ = 0,08 W/(mK) verfügbar. Ein neu entwickelter Stein aus Porenbeton bietet mit einem Lambdawert von nur noch 0,07 W/(mK) einen der besten Dämmwerte für Massivbaustoffe. Damit entsprechen schon 36,5 cm dicke einschalige Wandkonstruktionen dem Energiestandard eines KfW-Effizienzhaus 55. Bei Wandstärken von 48 cm wird ein passivhaustauglicher U-Wert der Außenwände von 0,14 W/(m²K) erreicht. Mit Porenbeton-Mauerwerk kann also ohne zusätzliche Dämmstoffe der derzeit höchste von der KfW geförderte Standard erstellt werden.

Brandschutz

Porenbeton gehört zur Brandschutzklasse A1 und erfüllt ohne weitere Zusatzmaßnahmen die Anforderungen aller Feuerwiderstandsklassen von F30 bis F180. Im Brandfall bildet Porenbeton weder Rauch noch toxische Gase.

Verarbeitung

Durch das geringe Gewicht und die seitlichen Grifftaschen sind die Steine sehr handlich und werden schnell und einfach versetzt. Die produktionsbedingte hohe Maßgenauigkeit ermöglicht in Kombination mit den Nut- und Federverbindungen eine nahezu fugenlose Verarbeitung im Dünnbettmörtelverfahren. So entsteht ein besonders hochwertiges, nahezu luftdichtes Mauerwerk ohne Wärmebrücken mit sehr ebener, glatter Oberfläche.